Tuesday, February 06, 2018  14:08

ams im vierten Quartal mit Gewinn-Verzehnfachung / 2017 starkes Ergebnis- und Umsatzplus dank 3D-Sensorik und Lichtsensoren - Umsatzerlöse sollen sich bis 2019 mehr als verdoppeln - Ausbau des Singapur-Werks - Aktie kletterte ein Zehntel



Der in der Schweiz börsennotierte steirische Sensor- und Chiphersteller ams AG hat den Gewinn im Schlussquartal 2017 dank des zunehmenden Einsatzes ihrer Mikrochips in Apple-iPhones und anderen Mobiltelefonen mehr als verzehnfacht. Im vierten Quartal verdiente das Unternehmen 141,1 Millionen Euro nach 13,7 Mio. Euro vor Jahresfrist, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

ams produziert optische Sensoren, die bei der Gesichtserkennungs-Funktion des Flaggschiffprodukts Apple iPhone X eine Schlüsselrolle spielen. Rund 40 Prozent des Umsatzes von ams entfallen laut Schätzung von Baader-Helvea-Analyst Günther Hollfelder auf den US-Konzern. Heuer dürfte der Anteil auf rund 60 Prozent steigen, prognostiziert er.

2018 will ams den Wachstumskurs fortsetzen und baut deshalb sein Werk in Singapur aus. Rund 150 Mio. Dollar der Kosten übernimmt ein Investor, dessen Name das Unternehmen nicht offenlegen wollte. Die Nachricht half Händlern zufolge, den Aktienkurs um zehn Prozent in die Höhe zu treiben. Schon im Frühhandel lagen die ams-Papiere deutlich im Plus - trotz des ungünstigen Umfelds, Stichwort Kurseinbruch an der New Yorker Börse am Vorabend.

ams fasst Zukäufe von Software- oder Hardwarefirmen ins Auge. "Jedes Transaktionsvolumen ist möglich, ich schließe bezüglich der Größe nichts aus", sagte Firmenchef Alexander Everke zu Reuters. Finanzieren könne AMS einen Zukauf mit selbst erwirtschafteten Mitteln, eigenen Aktien oder den Erlösen einer geplanten Anleihe von bis 600 Mio. Euro.

Voriges Jahr hat die ams AG Umsatz und Ergebnisse deutlich gesteigert und will die Dividende um ein Zehntel anheben. Die Erlöse legten von 549,9 Mio. auf 1,064 Mrd. Euro zu, das EBIT wuchs von 97,1 auf 168,7 Mio. Euro, wobei die EBIT-Marge von 18 auf 16 Prozent zurückging. Nach Steuern blieben 127,5 (102,9) Mio. Euro Gewinn. Die Dividende soll von 0,30 auf 0,33 Euro je Aktie erhöht werden.

Den Gesamtauftragsbestand bezifferte ams per Jahresende mit 541,9 (136,1) Mio. Euro. Das starke Wachstum resultierte vor allem aus neuem Consumer-Geschäft in 3D-Sensorik und Lichtsensoren im zweiten Halbjahr. Fürs erste Quartal 2018 erwartet man angesichts eines negativen Volumeffekts bei einem Kunden und aus saisonalen Gründen 440-490 Mio. Dollar Umsatz (aktuell Dollar/Euro 1,24) und damit über 150 Prozent Plus gegenüber dem Vorjahr.

Für das zweite Halbjahr 2018 werde ein "starkes" Umsatzplus erwartet. Und 2019 solle der Jahresumsatz mehr als 2,7 Mrd. US-Dollar betragen, erklärte das Unternehmen im Ausblick. 2017 hatten die Umsatzerlöse umgerechnet 1,221 Mrd. Dollar ausgemacht.

sp/kai



Autor:  APA - APA/Reuters/sp/kai
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